Aggression bei Kindern

Thomas 17. Februar 2012 0 Download PDF
Aggression bei Kindern

Aggression bei Kindern ist in unserer Gesellschaft ein heiß diskutiertes Thema. Immer jünger werden Täter und aus aggressiven Kindern werden gewalttätige Erwachsene. Doch was tun und wie erkennt man aggressive Kinder?

Wenn ein Kind zu Gewalt greift, um seinen Willen durchzusetzen, ist meist etwas in der Gefühlswelt des Kindes durcheinander geraten. Erste Anzeichen dafür können Verschlossenheit, sich zurückziehen und Trotzreaktionen sein.

Wie äußern sich Aggressionen bei Kindern?

Nicht jede Aggressivität bei Kindern ist gleich gefährlich und schlecht. So kann Wut und Aggressivität durchaus auch etwas Positives haben. Im Spiel lernen Kinder beispielsweise durch Aggressivität ihre Macht oder Demut anderen gegenüber einzuschätzen. Sie lernen sich zu wehren oder auch einmal zu verlieren. Wenn die Aggressivität jedoch das „gesunde“ Maß überschreitet, sollten die Warnglocken laut klingeln. Das könnte beispielsweise ein dauerhaftes Ärgern oder Bedrängen von anderen Kindern sein. Auch wenn Gegenstände häufig beschädigt oder zerstört werden, deutet das auf auffälliges Verhalten hin. Wenn also die permanente Absicht jemanden oder etwas zu schädigen im Vordergrund steht, kann man durchaus von nicht gesunder Aggression bei Kindern sprechen.

Was tun gegen Aggression bei Kindern?

Kinder lernen am besten durch Vorleben. Wenn also im näheren Umfeld Aggressivität vorgelebt wird, könnte das eine Hauptursache bzw. Auslöser der Aggression sein. Nachahmung ist aber nicht der einzige Auslöser. Einige Wissenschaftler sind noch heute der Auffassung, dass die Aggression als grundlegender Trieb angeboren bzw. vererbt ist. Auch Aggressionsformen gegen sich selbst wie beispielsweise durch Magersucht, nervöse Ticks usw. geäußert, sind eine verbreitet Form. Im Grunde besteht der erste Schritt der Heilung im Erkennen und Verstehen. Zuerst muss die Ursache für die Aggression gefunden werden. Ein Vertrauensverhältnis schafft dann zunächst Zuflucht und strebt weiterhin eine Heilung durch Reden und Zuwendung an. Gelingt es den Eltern nicht, ist oftmals eine Therapieform ratsam.

  • Therapie mittels Psychiater
  • Anti-Aggressionstherapie
  • Anti-Aggressions-Trainer
  • Sport hilft auch gegen zuviel Aggression
  • Beratungsstellen können Hilfestellung geben

Neben Psychiater gibt es auch gute Aggressionstherapien mit Aggressions-Trainern. Zudem bieten sich auch Sportarten zum Austoben und Energiefreisetzen für die Patienten an. Auch Beratungsstellen können Auskunft oder Hilfestellungen geben. Zugeben, dass man Hilfe benötigt, ist keine Schande, sondern der erste Schritt in Richtung Heilung.

Fazit: Aggression bei Kindern muss nicht zwangsläufig zu gewalttätigen Erwachsenen oder Straftätern führen. Sie sollte jedoch auch nicht auf die leichte Schulter genommen und behandelt werden.

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