Babyzeichen

Thomas 24. April 2012 0
Babyzeichen

Mütter und Väter weltweit nutzen – teilweise, ohne es zu wissen – Babyzeichen, um mit ihrem Kind nonverbal zu kommunizieren. Das Winken mit der Hand zum Abschied oder das genüssliche Reiben des Bauches nach dem Essen, um zu zeigen, dass es gut geschmeckt hat – all dies sind erste Babyzeichen, die oft unbewusst in den Alltag eingebaut werden und vom Kind nicht nur schnell erfasst, sondern auch rasch wiedergegeben werden können. Eltern sollten erkennen, dass diese Art der Kommunikation ein großes und wunderbares Potential birgt, um den Alltag mit ihren Kindern lustiger, faszinierender und sehr viel entspannter zu gestalten. Wie das geht? Das verrät Vivian König, die Gründerin der Zwergensprache Kurse.

Kommunikation ist ein Grundbedürfnis

Der Wunsch, sich anderen mitzuteilen und sich mit ihnen auszutauschen, wird bereits in der Maslowschen Bedürfnispyramide zu den Grundbedürfnissen des Menschen in der Kategorie „soziale Bindungen“ gezählt. Dies erklärt, warum Eltern und Kinder viel Zeit und Energie darauf verwenden, so früh wie möglich miteinander zu kommunizieren. Säuglinge können sich, kurz nach der Geburt, vorrangig nur durch Weinen und Schreien mitteilen, so dass die Eltern sich an anderen Faktoren – wie dem seltsamen Geruch aus der Windel oder dem aus dem Mund gefallenen Schnuller – orientieren müssen, um herauszufinden, was ihr Baby möchte. Mit zunehmendem Alter erhält das Kind jedoch immer mehr Kontrolle über seine Arme und Hände. Diese Tatsache birgt die Möglichkeit, einen neuen Weg zur Kommunikation zu erschließen, der sowohl für Eltern als auch für Kinder zu bahnbrechenden Resultaten führt. Bevor die Eltern ihrem Kind jedoch die entsprechenden Impulse geben können, müssen diese sich von dem zwanghaften Gedanken an das erste Wort lösen und das Prinzip „nonverbale Kommunikation“ für sich entdecken.

Warum das so ist? Weil das Kind zu diesem Zeitpunkt seiner Entwicklung bereits viel mehr ausdrücken möchte, als es kann. Sehen Eltern die verbale Kommunikation als einziges Mittel zur Verständigung mit dem Kind an, wird dessen Frust über die mangelnden Sprachfähigkeiten nur noch verstärkt. Auf diese Weise wird kein entspanntes Verhältnis und sicherlich keine verbesserte Verständigung erreicht. Nehmen die Eltern jedoch die Babyzeichen, eine Art der nonverbalen Kommunikation, als Hilfsmittel zur besseren Verständigung für sich und ihr Kind an, wird der Familienalltag schon bald durch entspannte „Gespräche“ und gemeinsames Entdecken der Welt von einem starken Gefühl der Harmonie geprägt sein.

Das Prinzip der Babyzeichen ist allgemein bekannt – wenn auch oft eher unterbewusst: Wir heben die Hand zum Abschied, winken und sagen „Winke-Winke. Ich gehe jetzt, Tschüss.“ Nach einer kurzen Phase des Beobachtens und Begreifens wird auch das Kind anfangen, beim Abschied zu winken. Es wird zwar noch nicht mit „Tschüss, bis später!“ antworten, aber es hat die Bedeutung des Zeichens verstanden und wendet es bereits im richtigen Kontext an. Derartige Babyzeichen finden im Alltag häufig Verwendung, daher sollte es den Eltern nicht schwer fallen, das Prinzip zu verinnerlichen und sich dann der „Zwergensprache“ zuzuwenden – einem spannenden Kommunikationskonzept, welches von Vivian König entwickelt wurde.

Babyzeichen – ein Konzept mit Potential

Vivian König, Gründerin der Zwergensprache Kurse, kam in England mit dem Prinzip der Babyzeichensprache in Berührung, da sie dort gemeinsam mit ihrem Sohn Max an den, in Großbritannien bereits gängigen, Kursen teilnahm. Sowohl bei Max als auch bei ihrem zweiten Kind, Emilia, erzielte sie mit der Babyzeichensprache große Erfolge und brachte auf diese Weise noch mehr Freude und Entspannung in den gemeinsamen Familienalltag. Um anderen Eltern – in Deutschland, Österreich und in der Schweiz – das Konzept der nonverbalen Kommunikation näherbringen zu können, entwickelte sie eine eigene Form der Babyzeichen und begann, diese in praxisorientierten Kursen an interessierte Eltern und deren Kinder weiterzugeben. Dies war der Startschuss für die erfolgreichen Zwergensprache Kurse, die bis heute bereits einer großen Anzahl von Eltern und Kindern einen neuen Weg zum besseren Verständnis untereinander gezeigt haben.

Die Zwergensprache basiert auf der deutschen Gebärdensprache und umfasst ein beachtliches Arsenal an Wörtern, die im alltäglichen Umgang der Eltern mit ihren Kindern eingesetzt werden. Vom „trinken“ über „noch mal“ bis hin zu „Baum“ werden innerhalb jeder Kurseinheit die wichtigsten Begriffe vermittelt, mit denen Kinder und Eltern Tag für Tag konfrontiert werden und die sie benötigen, um sich dem Gegenüber mitzuteilen. Jedes Wort wird dabei durch ein simples Handzeichen repräsentiert. Schon ab einem Alter von 6 Monaten sind Kinder in der Lage, die ersten Babyzeichen der Zwergensprache verstehen und anschließend zeigen zu können.

Innerhalb jeder Kursstunde werden anfangs neue Zeichen eingeführt, die im Laufe der nächsten dreißig Minuten durch Gedichte und Gesang verinnerlicht werden sollen. So wird erreicht, dass die Kinder deren Bedeutung erfassen und mit dem Babyzeichen verknüpfen. Die Eltern können und sollen den Lernprozess daheim aufrechterhalten und fortführen, indem sie im Alltag die bereits gelernten Zeichen verwenden und mit der laut und deutlich ausgesprochenen Bedeutung des Symbols verknüpfen. Schon bald werden die Kinder beginnen, sich den Erwachsenen mit Hilfe der Babyzeichen konkret mitzuteilen – jedes Rätselraten um den momentanen Wunsch der Kinder entfällt. Gegen Ende des Kurses, bei fleißiger Wiederholung aller verfügbaren Zeichen durch die Eltern, werden die Kinder in der Lage sein, mehrere Babyzeichen miteinander zu verketten und so erste, richtige Sätze zu bilden.

Somit sind die Zwergensprache Kurse von Vivian König eine erfolgversprechende Hilfestellung für Eltern, die gerne mehr über die Gedanken ihrer Kinder erfahren und den Alltag mit ihnen ganz neu entdecken möchten.

Babyzeichensprache.com – erste Schritte in Richtung Babyzeichen

Wer nun auf den Geschmack gekommen ist und sich vorstellen könnte, mit seinem Kind selber einmal an einem der Zwergensprache Kurse teilzunehmen, sollte die Internetseite www.babyzeichensprache.com besuchen. Dies ist die offizielle Webseite von Vivian König, auf der sie ihren Besuchern alle Fragen in Bezug auf das Thema Babyzeichen beantwortet.

Interessierte finden auf dem Portal ausführliche Informationen zu den folgenden Fragen:

  • Was erreicht man durch Babyzeichen?
  • Wie funktionieren sie?
  • Was sagt die Forschung über Babyzeichen?
  • Wem bringt die Babyzeichensprache welche Vorteile?
  • Welche Kursarten gibt es?
  • Kann die Zwergensprache auch in Tageseinrichtungen eingesetzt werden?
  • Wo finden die Kurse statt?
  • Wann finden die Kurse statt?
  • Kann ich selber auch Zwergensprache Kurse leiten?

Die Webseite erklärt die Grundprinzipien der Zwergensprache sehr praxisnah und bietet sogar diverse Dokumente – wie den Erfahrungsbericht einer ehemaligen Teilnehmerin und die überaus interessanten Ergebnisse einer Studie zum Thema Babyzeichen – zum Download an, um die theoretischen Aspekte der Zwergensprache noch anschaulicher präsentieren zu können. Unterstützt wird diese Anschaulichkeit durch zahlreiche Fotografien, welche einige der Kursteilnehmer beim aktiven Umgang mit den Babyzeichen zeigen. In der Rubrik „Elternecho“ findet sich schlussendlich das Feedback ehemaliger Kursteilnehmer, deren lobende Worte den durchschlagenden Erfolg der Zwergensprache noch einmal bestätigen können.

Eltern, die nach eingehendem Studium der Seite zu dem Schluss gekommen sind, sich selber einmal mit ihrem Kind einem Zwergensprache Kurs anzuschließen, um die Babyzeichen zu erlernen, können dann in der Rubrik „Kursorte & Termine“ mit wenigen Klicks – anhand einer großen Karte von Deutschland, Österreich und der Schweiz oder dem direkten Browsen durch die Übersicht der Kursorte – herausfinden, ob und wann ein Kurs in ihrer Nähe stattfindet.

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