Schulangst

Thomas 19. Januar 2012 0 Download PDF
Schulangst

Wenn Kinder nicht gern zur Schule gehen, ist das eigentlich nichts Ungewöhnliches. Wenn daraus aber regelrecht eine Schulangst wird, sollten Ursachen und Lösungen gefunden werden.

Wenn aus Bauchweh schon Zittern und Herzrhythmusstörung wird, ist es höchste Zeit die Schulangst des Kindes ernst zu nehmen. Nicht selten leiden Kinder unter einer ausgeprägten Form von Schulangst.

Gründe für Schulangst

Ursachen für Schulangst können genauso vielfältig sein, wie die Symptome selbst. Darunter sind beispielsweise Schul- oder Klassenwechsel, der steigende Leistungsdruck, verhasste Mitschüler oder zu strenge Lehrer. Die Institution Schule ist schon längst kein Ort des Spielens und Lernens, sondern vielmehr ein Ort für Leistung und Forderung geworden. Wo einstmals Hobbys die Kinder begeistern konnten, stehen nun vermehrt Hausaufgaben auf dem Programm. Auch die Erwartungshaltung der Eltern hat sich im Laufe der Generationen geändert. So haben heute auffällig viele Eltern eine erweiterte Erwartungshaltung an die schulischen Leistungen ihrer Kinder, als es deren Eltern noch hatten.

Anzeichen für Schulangst

Angst ist ein gefährliches Gefühl. Es blockiert das Denken und kann körperliche Schäden wie auch Krankheiten auslösen. Nimmt die Angst vor der Schule zu und wird zu einer regelrechten Phobie, dann hilft meist nur noch eine Therapie zusammen mit einem Schulwechsel. Doch soweit kommt es in der Regel gar nicht, wird die Schulangst rechtzeitig erkannt. Gelegentlicher Missmut der Schule gegenüber ist nicht ungewöhnlich bei Schulkindern. Bedenklich wird es, wenn sich der Unmut in Panik steigert, die über Wochen anhält. Deutliche Anzeichen für Schulangst sind beispielsweise Krankheit, Schmerzen oder Panikattacken vor oder während des Schulbeginns. Auch stetig steigende schlechte Noten können Auskunft über Schulangst geben. Zusammenfassend sind folgende Anzeichen auffällig für Schulangst:

  • Aus Angst werden Panikattacken
  • Die Schulangst hält über längere Wochen an
  • Noten werden zunehmend schlechter
  • Krankheit und Schmerzen treten nur in Zusammenhang mit Schule auf
  • Aggressivität wie auch Depression treten ein
  • Konzentrations-Schwierigkeiten häufen sich
  • Schlafstörungen und Alpträumen sind nicht selten

Hilfe gegen Schulangst

Zuallererst sollten natürlich die Eltern die Schulangst ihres Kindes ernst nehmen. Es ist wichtig, dass das Kind sich seinen Eltern vertrauensvoll zuwenden und auf Verständnis und Hilfe hoffen kann. Zudem können folgende Strategien helfen:

  • Kindertherapeuten oder Jugendpsychiater
  • Schulpsychologen
  • Therapieformen und Nachhilfe

Letztlich gilt es die Angst vor der Schule zu überwinden, ihr entgegenzutreten, Ursachen und Lösungen gemeinsam zu finden. Schule sollte Freude machen und helfen die eigene Persönlichkeit zu entfalten, denn auch Erwachsene besuchen noch immer die Schule des Lebens.

Beliebte Suchbegriffe

Artikel als pdf Dokument laden Download PDF

Bitte Kommentar schreiben »